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Mit der Übernahme des 2011 gegründeten Trello erweiterte Atlassian in 2017 das eigene Produktportfolio in Richtung einer leicht zugänglichen Kollaborationssoftware für (Projekt-)Teams. Nichtsdestotrotz fragten sich Nutzer rund um den Globus, inwiefern sich die beiden Produktlinien gegenseitig ergänzen und für welchen Anwendungsfall die Werkzeuge geeignet sind.

Tatsächlich sind die Werkzeuge sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber in vielen Fällen gut und lassen sich leicht integrieren, sodass eine gemeinsame Nutzung in einem Unternehmen in vielen Fällen nicht nur sinnvoll ist, sondern auch einen klaren Mehrwert bringt.

Worin unterscheidet sich Trello von Jira?

Jira ist in erster Linie ein Tool, dass die agile Softwareentwicklung in einem Unternehmen unterstützt. Hierfür können sowohl Kanban- als auch Scrum-Boards verwendet werden. Natürlich kann Jira auch in anderen Umgebungen verwendet werden, aber mit der einfachen Integration von Bitbucket (Versionsverwaltung), Bamboo (Automatisierung von Builds, Tests und Deployment) bis hin zu OpsGenie (Überwachung von Events im Betrieb nun auch im Service Management integriert), bleibt es in erster Linie ein Werkzeug für Software-Teams.

Trello hingegen ist vorwiegend ein gut ausgestattetes, grafisch ansprechendes und zudem auch kostenloses Kanban-Board mit denen sich Teams schnell, effizient und unabhängig vom Kontext organisieren können.

Im Kern bestehen die Boards dabei aus (Status)Spalten in denen die einzelnen Aufgaben abgelegt werden, der jeweilige Statuswechsel einer Aufgabe z.B. von <offen> nach <in Arbeit> bis zu <erledigt> wird durch das Verschieben der Aufgaben in den Spalten visualisiert, sodass das Team zu jedem Zeitpunkt ein Blick auf den ganzheitlichen Status der vor ihm liegenden Aufgaben hat. Die Ausgestaltung des Boards ist dabei frei, dass zum Beispiel in den Spalten Phasen des Produktionsprozesses oder Arbeitsschritte beim Onboarding eines neuen Kollegen abgebildet werden können.

Bildquelle: https://trello.com/b/Lh7195Cs/project-management-board-from-a-to-z

Über die Nutzer-Community können zahlreiche Templates bezogen werden, die bereits auf Arbeitsinhalte, Bereiche oder Branchen abgestimmt sind. Darüber hinaus bieten sogenannte Power-Ups die Möglichkeit Trello bedarfsgerecht über zusätzliche Funktionalitäten zu erweitern, eine Liste der beliebtesten Power-Ups findet ihr im Blog von Trello oder hier. Sowohl Jira als Trello zeichnet damit die Integrationsfähigkeit zu anderen cloud-basierten Anwendungen aus.

Fazit

Zusammenfassend: Geht es einem Nutzer vorwiegend um die Verwendung von Kanban-Boards zur Strukturierung und Steuerung von Aufgaben, hat Trello klar die Nase vorn, wohingegen Jira in komplexeren, agilen Umgebungen seine Vorteile ausspielt. Eine Art Konsens zwischen beiden Welten kann zumindest für die Jira Cloud Nutzer die Projektart Next-Gen sein, in der ein guter Mittelweg zwischen der Jira Enterprise-Komplexität und der Leichtigkeit von Trello angestrebt wird. Weiteres dazu auch im Beitrag Jira, Next-Gen oder doch lieber Trello?

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen zum Trello Artikel? Dann kontaktieren Sie mich gerne unter chilber@agile-im.de

Carsten Hilber

Bereichsleiter & DevOps Engineer, AIM

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