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Auf die Frage „Nutzen wir nun erst einmal Trello weiter oder setzen wir Jira ein?“, ist häufig die hohe Komplexität in Bezug auf Einstellungsvarianten und Administration von Jira der Grund, bei Trello zu verbleiben. Insbesondere wenn sich kein Atlassian-Admin in den eigenen (Projekt-)Reihen befindet, heißt es in Nicht-IT-Teams oft erst einmal einen geeigneten Kollegen zu finden, der bei der Einrichtung und Anpassung unterstützt.

Was macht Next-Gen im Vergleich zu Jira und Trello aus?

Ist im Unternehmen eine Cloudinstanz von Jira im Einsatz, haben Nutzer neben den „normalen“ Projekten bereits seit 2018 auch eine zusätzliche, vereinfachte Möglichkeit, Jira zu verwenden. Anfangs eher unbeobachtet, wurde hierfür die Projektart Next-Gen eingeführt. Diese ist ähnlich wie in Trello darauf ausgelegt, kleineren Teams einen schnellen Start in die Projektarbeit zu ermöglichen. Die Projektart ist so aufgebaut, dass Teams ihr Board, ihre Felder und andere Funktionen schnell und ohne Admin-Unterstützung auf die eigenen Bedürfnisse anpassen können.

Um dies zu ermöglichen, wurde die Oberfläche zur Anpassung des Projektes grundsätzlich angepasst. Über diese kann der Projektverantwortliche fast intuitiv Felder anpassen, Zugriffe steuern oder Issue-Typen definieren. Ein wesentlicher Vorteil (insbesondere für den Einsteiger) liegt darin, dass die meisten Einstellungen nur lokal für das jeweilige Next-Gen Projekt vorgenommen werden und damit, auch wenn es mal zu Fehlern kommen sollte, nicht zu Beeinträchtigungen an anderen Projekten kommt. Ist insbesondere das Thema Berechtigungsschemata im klassischen Jira eine ziemliche Herausforderung, werden diese in den 3 Kategorien Viewer (kann ansehen und kommentieren), Member (kann erstellen und bearbeiten und Administrator (kann die Projekteinstellungen ändern) vereinfacht. Auch die Projekt-Features wie Roadmap, Backlog, Sprint, Reports usw. können über einen Radio-Button ausgesteuert werden.

Nachteile von Next-Gen

Natürlich können viele Vereinfachungen auch mit Problemen einhergehen, wenn sie in komplexeren Strukturen eingesetzt werden. Beispielsweise können Custom Fields mit gleichen Namen in unterschiedlichen Projekten verwendet werden und werden so auch bei der Issue-Suche gelistet. Ebenso sind komplexe Workflows von einem in einen beliebigen anderen Status nicht möglich. Die Weiterentwicklung von Next-Gen zeigt allerdings deutlich, dass ein Großteil der im (agilen) Projektgeschäft notwendigen Funktionalitäten sukzessive aufgenommen wird, ohne die Anwendung zu überlasten.

Für wen lohnt sich der Umstieg von Jira oder Trello auf Next-Gen?

Viele Nutzer von Atlassians Jira in Deutschland steigen erst jetzt aufgrund der abgekündigten Server-Variante sukzessive in die Cloud um und erhalten dadurch erstmalig die Möglichkeit, die neue Projektart auszutesten. Auch wenn viele Unternehmen aufgrund der Regularien hinsichtlich Berechtigungen, Prozesskontrolle und projektübergreifenden Berichten bleiben werden, empfehlen wir doch gerade Teams, die eigenständig ein Tool für ihre Projekte benötigen oder Unternehmen, die sich erst langsam mit Jira warm werden, den Weg über Next-Gen.

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen zum “Jira, Next-Gen oder doch lieber Trello?” Artikel? Dann kontaktieren Sie mich gerne direkt unter info@agile-im.de oder interesseiren Sie sich für andere Atlassian Lösungen & Lizenzen? Dann besuchen Sie unsere Leistungsseite.

Carsten Hilber

Bereichsleiter, AIM

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