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Künstliche Intelligenz (KI) ist einerseits einer der größten aktuellen Hypes und anderseits kaum greifbar. Können Sie für den Laien in wenigen Sätzen beschreiben, was KI eigentlich ist?

A. Arora: KI ist ein riesiges Feld und über die Definition gibt es unterschiedlichste Auffassungen. Zwei wesentliche Unterscheidungen sind die, zwischen starker KI (Artificial General Intelligence; Human Level AI u.ä.) und schwacher KI, die zur Lösung konkreter, spezieller Problemstellungen eingesetzt wird sowie zwischen neuronaler und symbolischer KI. Machine Learning, also Muster-erlernende anstatt programmierte Maschinen, als Teilgebiet der KI, erscheint mir als einer der besten, greifbarsten Ansätze.

Welche realen Mehrwerte bringt der Einsatz von KI in Unternehmen?

A. Arora: Inzwischen findet KI für die Verarbeitung von gesprochener und geschriebener Sprache z.B. im Kundenservice, als Machine Vision z.B. in der Qualitätssicherung und im Digital Asset Management sowie als Predictive/Prescriptive Analytics für Vorhersagen, Automation, Optimierung und Erklärung von Einflussfaktoren in der gesamten Supply Chain Einzug in Unternehmen.

Wie kann ich in meinem Unternehmen KI einsetzen: was sind die Voraussetzungen, was sind die Herausforderungen?

A. Arora: Erstens: Die Datenbeschaffung, denn klassische IT Systeme sind häufig nicht darauf ausgerichtet Daten für Machine Learning zu liefern, außerdem werden oftmals zusätzliche Kontext- und externe Zusatzinformationen benötigt. Zweitens: Die Akzeptanz auf mehreren Ebenen – es muss Mut (und Budget) für die Exploration von innovativen Ansätzen vorhanden sein, was dann aber völlig neue Mehrwerte generieren kann, außerdem müssen KI Lösungen Transparenz über ihre Entscheidungen und deren (Daten) Grundlagen schaffen.

Wie sehen die ersten Schritte für den konkreten KI-Einsatz aus?

A. Arora: Wir empfehlen zunächst die Schärfung der potentiellen Anwendungsfälle und Mehrwerte sowie eine Exploration der vorhandenen Daten. Basierend auf unseren standardisierten Lösungen und Komponenten kann dann eine zügige Umsetzung eines Proof of Concept als Vorstufe zu einem Minimum Viable Product als Basis des weiteren Rollout erfolgen.

Sie sind seit über drei Jahren am Markt. Wie erleben Sie die Resonanz auf KI in der Wirtschaft?

A. Arora: In den Jahren 2017 und 2018 haben sich viele Unternehmen dem Thema erst einmal vorsichtig genähert. Heute sehen wir inzwischen eine massive Beschleunigung und die Umsetzung verschiedenster konkreter Anwendungen, die Unternehmen nicht nur neue Rationalisierungspotentiale, sondern auch bessere, vorausschauende Erkenntnisse sowie neue Produkte/Services und somit Wettbewerbsvorteile erschließen. Die Industrialisierung der KI ist in vollem Gange.

Was ist der USP der AIM? Was unterscheidet Sie von allen anderen Anbietern?

A. Arora: Wir bringen nicht nur die fundierte Kenntnis von Data Science/Engineering mit, sondern verbinden dies mit Prozesskenntnissen sowie methodischem und fachlichem Wissen für Realisierung und Betrieb skalierbarer Unternehmensanwendungen (Agile, Devops) – unser Leitbild lautet daher: industrielle KI.

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Arvin Arora

Geschäftsführer, AIM

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