0511 874 590 50 info@agile-im.de

Agil durchstarten, das sollten Sie beachten

Laut einer Studie von Forbes Insights in Zusammenarbeit mit Scrum Alliance® sind ganze 81% der Führungskräfte davon überzeugt, dass Agilität der Organisation das wichtigste Merkmal für den Erfolg eines Unternehmens ist. Auch in Deutschland entscheiden sich immer mehr Unternehmen für den agilen Wandel. Wie sieht es bei Ihnen aus? Sind Sie oder das Management ebenfalls auf der agilen Reise? In diesem Fall sollten Sie folgende fünf Trends ins Auge fassen. 

Unser Experte, Patrick Lehrbach – einer von 450 CSP®-SM, Certified Scrum Professional® Scrum Master in Deutschland – sorgt für einen schnellen Überblick und hat die Trends für Sie zusammengefasst.

1. Agile-Trend: Als verteiltes Team agil zusammenarbeiten

In der heutigen Realität vieler großer Unternehmen arbeiten Teams verteilt über den Globus. Teilweise arbeiten diese Teams zudem gemeinsam an komplexen Produkten. Diese Teams wollen agil zusammenarbeiten und müssen örtliche Distanz und Zeitzonen-Unterschiede überwinden – eine enorme Herausforderung im Kontext agiler Arbeit. Am besten arbeiten zumindest Teammitglieder eines Teams am gleichen Ort (Co-Location), sofern möglich. Interaktionen im Team, aber auch mit Stakeholdern sowie anderen Teams müssen gestärkt und einfach ermöglicht werden. Geeignete integrierte digitale Lösungen werden ausgebaut und erweitert, um die Teams dabei zu unterstützen. Eine besondere Hürde ist hierbei leider immer noch eine mäßig funktionierende Echtzeit-Telefonie mit Video.

2. Agile-Trend: Teams arbeiten agil, die Organisation auch?

Teams, die agil arbeiten, entwickeln immer mehr Verständnis für die Werte des agilen Manifests, sowohl im Sinne der Fragestellung „Welchen Wert bringen wir dem Kunden“ als auch im Sinne der Anerkennung des Beitrags des gesamten Teams zu diesem Wert – sei es als Entwickler, Product Owner, ScrumMaster oder Ops-Support. Wenn Teams agil arbeiten, wird oft transparent, dass gewachsene Organisationsstrukturen und Unternehmenskultur als Teil der agilen Transition überprüft und angepasst werden müssen, um ein agiles Mindset weiter zu festigen und erfolgreich agil zu arbeiten. Zusätzlich gibt es eine Reihe Frameworks für Skalierung von agilen Teams, ich werde hier mit meinem aktuellen Kunden in 2019 auf LeSS setzen.

3. Agile-Trend: Testen weiter auf- und ausbauen

Sehen Sie das Testen auch als Achillesferse von Scrum? Im Rahmen eines agilen Entwicklungsprojekts ist es nicht ausreichend nur ein paar Oberflächen-Tests durchzuführen und die Ergebnisse als hinreichendes Testen zu bezeichnen. Teams denken stärker über Testen als Teil ihrer Definition of Done nach und messen bzw. verbessern ihre Testabdeckung durch Unit-Tests. Testautomatisierung wird ebenfalls auf- und ausgebaut, um schnellere Lieferzyklen zu ermöglichen.

4. Agile-Trend: Agil arbeiten abseits von Softwareentwicklung

Agiles Arbeiten ist nicht mehr nur in der Softwareentwicklung denkbar. Insbesondere kreative Bereiche wie Marketing und Vertrieb lernen mit agilen Methoden sich schneller an geänderte Gegebenheiten anzupassen und mit geeigneten Maßnahmen reagieren zu können. Der Einsatz von Kanban kann bei entsprechender Fehlerkultur, agilem Mindset und leichtgewichtigen Boards eine hilfreiche Transparenz im Team und auch über das Team hinaus erzeugen.

5. Agile-Trend: Mehr Fokus auf den Wert einer User Story, die Produktdefinition und das Priorisieren

Häufig enthalten User Stories einen sehr generischen Wert: „damit machen wir mehr Gewinn“. Das würde so auch für ein ganzes Produkt gelten können und wäre immer noch wenig aussagekräftig. Der Wert soll den konkreten Nutzen für den Benutzer oder Kunden ausdrücken. Außerdem soll er eine Hilfestellung zum Priorisieren gegenüber anderen User Stories sein. Nur so kann von Anfang an sichergestellt werden, dass umsetzende Teams Inkremente von hohem Wert umsetzen können. Arbeitet man mit einem sehr komplexen Produkt, vielen Teams und vor allem vielen Stakeholdern, muss zunächst die Produktdefinition für alle klar gefasst werden. Dann sollen Stakeholder vom zu schaffenden Wert kommend die gewünschten User Stories formulieren.

Im Jahr 2019 werde ich mich ganz konkret mit LeSS zur Verbesserung von Abhängigkeiten im agilen Entwicklungsumfeld mit mehreren Teams an einem komplexen Produkt beschäftigen. Auch die Einführung von DevOps sowie weiteren Lösungen von Atlassian oder anderen Herstellern zur besseren Interaktion bei der Zusammenarbeit verteilter Teams werden Herausforderungen bei meinen Kunden sein.

Patrick Lehrbach

Agile Coach & Certified Scrum Master, Agile IT Management GmbH

Haben Sie Fragen oder Anregungen?

Nehmen Sie Kontakt auf:  

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)


Ihre Nachricht

Hinweis: Die eingegebenen Daten werden an uns zum Zweck der Kontaktaufnahme übermittelt, weiteres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.